Was ist ein Versorgungsausgleich?

Der Versorgungsausgleich wird nach deutschem Familienrecht im Rahmen der Scheidung durchgeführt.

Während der gesetzlichen Ehezeit haben die Eheleute Versorgungsanrechte erlangt. Im Rahmen der Scheidung werden diese erworbenen Rentenanwartschaften zwischen den Eheleuten aufgeteilt.

Wann wird der Versorgungsausgleich  durchgeführt?

Grundsätzlich kann eine Scheidung ohne Durchführung des Versorgungsausgleiches nicht ausgesprochen werden. Ausnahmen:

  • Die Ehezeit ist unter 3 Jahren und keiner der Beteiligten stellt den Antrag auf Durchführung des Versorgungsausgleichs.
  • Ausländisches Recht findet Anwendung
  • Die Durchführung des Versorgungsausgleiches wird durch Vereinbarung (Ehevertrag) ausgeschlossen.

Bagatellgrenze: die Geringfügigkeit nach § 18 VersAusglG

§ 18 VersAusglG:

(1) Das Familiengericht soll beiderseitige Anrechte gleicher Art nicht ausgleichen, wenn die Differenz ihrer Ausgleichswerte gering ist.

(2) Einzelne Anrechte mit einem geringen Ausgleichswert soll das Familiengericht nicht ausgleichen.

(3) Ein Wertunterschied nach Absatz 1 oder ein Ausgleichswert nach Absatz 2 ist gering, wenn er am Ende der Ehezeit bei einem Rentenbetrag als maßgeblicher Bezugsgröße höchstens 1 Prozent, in allen anderen Fällen als Kapitalwert höchstens 120 Prozent der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch beträgt.

Ausschluss der Durchführung des Versorgungsausgleichs nach § 27 Abs. 2 VersAusglG

Die Durchführung des Versorgungsausgleichs kann wegen grober Unbilligkeit gemäß § 27 Abs. 2 VersAusglG  ausgesetzt werden.

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